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Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming gehört zu meinem Aufgabenspektrum, seitdem öffentliche Verwaltungen und Bildungsträger per Gesetz dazu verpflichtet sind, ihre Aktivitäten zur Verbesserung der Chancengleichheit für Frauen und Männer nachzuweisen. Der Beratungsbedarf stellt sich mit der Frage, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie die neuen Anforderungen in die tägliche Arbeit integriert werden können.

Ein Beispiel für die Umsetzung von Gender Mainstreaming liefert das Projekt „Gender Mainstreaming bei Trägern der Jugendhilfe in NRW“ das ich in Kooperation mit der Fachstelle Gender NRW durchgeführt habe. Beteiligte Träger waren u.a. die Jugendberufshilfe Düsseldorf, das Jugendamt der Stadt Gütersloh oder die Falken NRW.

Maßnahmen, die im Laufe des Projekts definiert und angegangen wurden:

  • Angebote, Webseite, Außenpräsentation unter Gender-Aspekten überprüfen und eventuell überarbeiten
  • Mehr Männer ins Team für die Arbeit mit Kindern, mehr Frauen in den Vorstand
  • Arbeitskreis Jungen ausbauen und Kooperation mit dem Arbeitskreis Mädchen verstärken
  • Qualitätshandbuch für Tageseinrichtungen für Kinder auf Gender-Aspekte überprüfen

 

Was bringt es?

Durch die Beschäftigung mit der Geschlechterfrage wurde im Projektverlauf die Relevanz des Themas für die konkrete Arbeit mit Mädchen und Jungen und mit jungen Erwachsenen deutlich, auch für die Verwaltungsarbeit. Eine größere Sensibilität für die Unterschiede in der Lebenssituation von Jungen und Mädchen, Frauen und Männern entwickelte sich, was zu mehr Verständnis und Akzeptanz von Unterschieden führte. Es wurde auf die paritätische Besetzung (männlich/weiblich) von Arbeitsgruppen geachtet, wodurch die dort getroffenen Maßnahmen ausgewogener waren, was schließlich den Adressaten zugute kam. Neue informelle Netzwerke entstanden, das Arbeitsklima wurde als angenehmer und produktiver erlebt.

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